Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern soll das Leitbild der Stadt Brandis jetzt evaluiert und fortgeschrieben werden. Dafür sind Interessierte am Donnerstag, den 24. März ab 18.30 Uhr ins Forum der Oberschule Brandis zu einer für alle offenen Veranstaltung eingeladen. Ein Leitbild gibt in verschiedenen Kategorien einen Rahmen für das Handeln der Verwaltung und die Entscheidungen im Stadtrat vor. Bürgerinnen und Bürger bekommen eine Vorstellung von der Identität der Stadt, deren Zielen und Strategie. „Deshalb lade ich herzlich dazu ein, sich an der Zukunfts-Entwicklung zu beteiligen, Ideen einzubringen und damit die Meinung der Bürgerschaft zu vertreten“, ruft Bürgermeister Jesse zur Teilnahme auf. „Nie war es so einfach, die Zukunft seiner Heimatstadt mitzugestalten!“

Neben dem Leitbild der Stadt Brandis soll auch das in Tengen (Baden-Württemberg) aktualisiert werden. Unterstützt durch die Initiative „Es geht LOS“ wollen die Bürgermeister Arno Jesse und Marian Schreier zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern Erfahrungen der Corona-Pandemie und parallele gesellschaftliche Entwicklungen, wie zum Beispiel den Klimawandel und die Digitalisierung, in ihre bestehenden kommunalen Leitbilder integrieren. Ermöglicht wird die Zusammenarbeit über das Open Government Netzwerk Deutschland und das Bundesministerium des Innern.

Dieser Prozess ist nicht nur inhaltlich spannend, sondern wird auch die demokratische Partizipation fördern. Wie unterschiedlich erleben Menschen im Südwesten beziehungsweise im Osten der Republik ihre Politik? Welche Lehren und Schlüsse ziehen die Einwohnerinnen und Einwohner daraus? Und wie verändert sich das Selbstbild, wenn es den aktiven Austausch mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern in anderen Teilen der Republik gibt? Diese Fragen sollen durch eine wissenschaftliche Evaluation begleitet untersucht werden.

Bereits im Jahr 2016 wurde gemeinsam mit der Bürgerschaft das Leitbild „Stadt Brandis 2030“ erstellt. Hierbei wurden sechs Leitbildcluster erarbeitet und dabei für jedes Handlungsfeld Schlüsselprojekte und Maßnahmen definiert. Zahlreiche dieser Schlüsselprojekte und Maßnahmen wurden seitdem umgesetzt bzw. begonnen. Wenige wurden bisher nicht umgesetzt.

Nach sechs Jahren soll nun zurückgeschaut und das Leitbild mit den definierten Schlüsselprojekten und Maßnahmen evaluiert werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche der noch nicht begonnen Schlüsselprojekte und Maßnahmen immer noch wichtig sind und umgesetzt werden sollten bzw. welche nicht mehr weiterverfolgt werden sollen. Des Weiteren soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden, ob es aus deren Sicht in den sechs Clustern neue Ideen oder Projekte gibt, die in die Betrachtung und Bearbeitung in den nächsten Jahren mit einbezogen werden sollten.

In den letzten Jahren ist in der Verwaltung sowie im städtischen Kontext die Thematik Digitalisierung bzw. digitale Transformation in den Fokus gerückt. Daraus könnte sich ein siebentes Cluster „Transformation, digitaler Wandel und Nachhaltigkeit“ ergeben. Auch spielt die Meinung der Teilnehmer eine wesentliche Rolle, um die Notwendigkeit dieses Bereichs zu diskutieren sowie mögliche Handlungsmaßnahmen bzw. Projekte zu identifizieren.

Das aktuelle Leitbild finden Sie hier.