Am Sonntag, dem 10.09.2017 wird deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals begangen. Auch in den Brandiser Ortsteilen Beucha und Polenz wird es dazu Veranstaltungen geben.

Heimatverein Beucha:

Nachdem wir in den vergangenen Jahren verschiedene Objekte in Beucha geöffnet und vorgestellt haben, wollen wir im September den Gutshof im Ortsteil Wolfshain vorstellen. Der gesamte Ortsteil Wolfshain steht als Straßenangerdorf unter Denkmalschutz. Das Gut gehörte der Universität Leipzig. Später war es das Riebeck-Gut. Die Brauereipferde der Leipziger „Riebeck-Brauerei“ kamen, wenn sie „pflastermüde“ waren, zur Erholung und Genesung auf die Koppeln nach Wolfshain. Nach 1945 war es das Volksgut Beucha. Seit der Wende 1989/90 ist es Pferdehof. Diese Historie wollen wir den Besuchern nahe bringen. Es wird eine kleine Ausstellung und Bilderschau geben. Auf dem Hof zeigen wir verschiedene alte bäuerliche Gerätschaften. Herr Bauer wird mit seinem alten Landfilmprojektor einige Trickfilme für Kinder zeigen. Es wird sowohl Führungen über den Pferdehof geben wie auch Ponyreiten für die Kleinen. Der Heimatverein kümmert sich um Kaffee, Kuchen und auch kalte Getränke. Wir laden alle Interessenten aus Beucha und Umgebung recht herzlich von 13 bis 18 Uhr nach Wolfshain ein.

In Polenz heißt es von 12 bis 19 Uhr: „Wäsche rein, rolle fein.“ – Wasser und Wäsche

Der Tag des offenen Denkmals ist in diesem Jahr in Polenz den Themen Wasser und Wäsche gewidmet. Wie üblich gibt es Führungen durch den denkmalgeschützten Dreiseithof von 12 bis 14.15 Uhr. Um 15 Uhr findet dann im Kuhstall ein Hauskonzert statt. Es bildet den Rahmen für die Finissage der Kunstausstellung „Reflexionen“ des vor 90 Jahren in Polenz geborenen Malers Eberhardt Purrucker. Der Künstler, der in Berlin lebt, wird selbst anwesend sein. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen seine Fotografien von Wasseroberflächen, die er als „Malerei mit der Kamera“ bezeichnet. Einige Stücke im Konzert greifen dieses Thema auf, etwa Debussys „Reflets dans l’eau“ für Klavier oder Händels „Wassermusik“ für kleines Orchester, die vor genau 300 Jahren auf der Themse uraufgeführt wurde.
Um 17 Uhr veranstaltet der Polenzer Verein Einigkeit 4 e.V. eine Diskussion über „Wäsche damals“. Sie findet in der Scheune statt, wo sich seit kurzem eine 4 Meter lange Wäscherolle aus dem 19. Jahrhundert befindet, fast ausschließlich aus Holz gebaut. Jeder, der Kindheitserinnerungen vom Wäschetag oder vom Wäscherollen hat, ist eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Weitere Informationen unter www.einigkeit4.de.